Historische Neuklassifizierung von Cannabis bei den Vereinten Nationen

Historische Neuklassifizierung von Cannabis bei den Vereinten Nationen

Historische Neuklassifizierung von Cannabis bei den Vereinten Nationen

Dieser Tag, der 2. Dezember 2020, wird als der historische Tag in Erinnerung bleiben, an dem die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (CND -Commission on Narcotic Drugs) gezeigt hat, dass sie nach wie vor glaubwürdig und relevant ist. Denn, während der wiederaufgenommenen 63. Tagung stimmte sie über die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (Expertenausschuss in Drogenabhängigkeiten) zur Kontrolle von Cannabis und cannabisähnlichen Substanzen ab.

Nach mehrfacher Vertagung wurde diese Abstimmung nun durchgeführt, inmitten einer Zivilisationskrise, die durch die quantitative Flexibilisierung und die COVID-19-Pandemie weiter vertieft wird. Es sind Situationen, die neue Herausforderungen und Perspektiven in Bezug auf die Drogenpolitik mit sich bringen. Die Verschärfung dieser multifaktoriellen Krise erhält und steigert sogar die Relevanz humanitärer Reformen in der globalen Drogenpolitik im Allgemeinen und bei Cannabis im Besonderen.

In den letzten Monaten und Jahren hat eine zunehmende Zahl von Mitgliedstaaten ihre nationale Gesetzgebung reformiert und Cannabis reguliert. Durch die partielle Annahme der WHO-Empfehlungen wurde Cannabis und Cannabisharz aus dem Anhang IV des Einheitsübereinkommens über Suchtstoffe (Single Convention) von 1961 gestrichen und damit der medizinische Wert von Cannabis anerkannt.

Dieser politische Sieg erscheint wohl nicht so groß, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung der Türen zu einer neuen Phase öffnet. Er bringt uns ein Stück näher dem lang ersehnten Ende der Nekro-Drogenpolitiken, die zusammen das bilden, was wir als den “Krieg gegen die Drogen” kennen; der systematische Menschenrechtsverletzungen, Korruption, einen massiven Anstieg der Zahl der Verhaftungen und Gerichtsverfahren zur Folge hat, sowie eine erhebliche Zunahme der sozialen und gesundheitlichen Risiken bei Menschen, die illegale Drogen zu sich nehmen.

Auch die Bemühungen der Zivilgesellschaft und der wissenschaftlichen Gemeinschaft müssen anerkannt werden im Hinblick auf die politische und öffentliche Interessenvertretung. Mangelnde Transparenz und Kontrolle der legalen Cannabis Futures Markets stellen jedoch eine der aufkommenden Bedrohungen für gefährdete Bevölkerungsgruppen und die öffentliche Gesundheit dar. Ethik und Achtung der Menschenwürde sind notwendig.

In der Aktionsdekade können wir eine humanitären Reform der Drogenpolitik erreichen.

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